Manchmal kommt man in den “Genuß”, sich die Geschichte verzerrende Fernseh-Produktionen eines Guido Knopp “intellektuell” einverleiben zu müssen.

Aber machen wir diesem Mann keinen allzu großen Vorwurf – er ist nun mal kein Historiker, ein ernstzunehmender ohnehin nicht, auch wenn man ihn – der Grund ist offensichtlich – mit Auszeichnungen beehrt.
Guido Knopp nannte sich mal bei Abschluß einer seiner Sendungen – Historianer (!) und nicht (!) Historiker. Das sagt doch alles aus.

Wie sehr übrigens der koloniale Geist immer noch in der deutschen Bevökerung lebt, zeigt sich, wenn man jemand mit dem Begriff Hottentotte konfrontiert, daß man ein solcher sei.

Daß dieser Begriff ein durch und durch rassistischer ist, weiß kaum noch jemand. Tatsächlich handelt es sich bei den angeblichen Hottentotten um das Volk der Khoikhoi, auch Khoekhoen (= wahre Menschen).

>>Die Nama in Namibia sind Khoi, die in der Wende vom 18. und 19. Jahrhundert aus Südafrika dorthin flüchteten. … Die Nama kämpften im Freiheitskrieg 1903-1908 gegen die deutsche Kolonialherrschaft. Die deutsche “Schutztruppe” inhaftierte die meisten Nama in den Konzentrationslagern Shark Island (früher Haifischinsel) und Swakopmund, in denen auch Kinder Zwangsarbeit verrichten mussten. In diesen Lagern herrschten schlechte klimatische, wohnliche und hygienische Bedingungen, die – gepaart mit Mangelernährung – zu meist tödlichen Erkrankungen führten. Gemäß der UN-Konvention von 1948 werden diese Handlungen heute als Völkermord eingestuft, ähnlich dem an den Herero. Historiker schätzen, dass über die Hälfte der damals etwa 20.000 Nama ums Leben kam.<< (wikipedia)

Und daß Knopps Beiträge ebenfalls sich dieses Rassismus bedienen sowie diesen Rassismus mit weiteren scheinbar unausrottbaren Vorurteilen bedienen, wird wohl den wenigsten auffallen.

Und das ist das Perfideste, was der Knopp mit Steuerngeldern (Fernsehgebühren) anstellen darf.
So manche Rassisten werden sich freuen, in Knopp einen Hinzuarbeiter gewonnen zu haben.

Kurt W. Fleming, Leipzig

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