In dem Artikel mit o.g. Titel schreibt Paul Hauber über das Ansinnen sog. “Rechter” in der Linkspartei, hier das Forum Demokratischer Sozialismius, welche die eindeutige Aussage der Linken, daß es keine Alternative zur Friedenspolitik geben darf, ergo jeder Krieg die ultima irratio (Willy Brandt) darstellt, aufweichen wollen, um auf diese Weise für die SPD und die Grünen – regierungsfähig zu werden.

Daß weder die SPD noch die Grünen regierungsfähig sind, also in dem Sinne, dieses Land nach vorne hin so zu gestalten, daß alle Menschen an dem Reichtum dieses Landes partizipieren können, haben sie schon von 1998-2005 bewiesen. Darüber hinaus ist das machtbesessene Verhalten der Grünen (Hamburg, Saarland) und der SPD (Hessen, Thüringen) zu offensichtlich, als daß allein durch diese beiden Parteien ein Poltikwechsel stattfinden kann.

Das aktuelle Verhalten von Hannelore Kraftlos beweist erneut den Unwillen dieser Politiker, tatsächlich in dieser Gesellschaft Veränderungen durchzuführen.

Es bedarf einer starken Linken, um diesen Veränderungsprozeß voranzutreiben. Nur wird die Stärke der Linken dadurch konterkariert, daß gerade sie sich diesen beiden Parteien durch eine Aufweichung des Pazifismus der Linkspartei anbiedern soll. In einem anderen kurzen Kommentar bin ich schon darauf eingegangen.

Zur Position von Liebich und Co. ist nur folgendes zu sagen:

Ein Spruch von Erich Maria Remarque an die Adresse der FdSler!
Wenn die FdSler in der Linskpartei tatsächlich den Wahnwitz durchsetzen, daß die Linke künftig Kriegseinsätze, von der UNO als friedenserhaltend kaschiert, mitträgt, um mitregieren zu können, erwarte ich auch von Liebich und Co., daß sie sich freiwillig an diese Front melden, also den eigenen Kopf hinhalten.

Denn konkret Kriegseinsätze befürworten, selbst aber nicht dabei sein, ist pure Heuchelei und menschenverachtend.

Ich möchte an eine Aussage von Remarque erinnern, den diese linken (?) PolitikerInnen verinnerlichen sollten, bevor sie für Kriegseinsätze plädieren:

“Ich dachte immer, alle wären gegen Krieg, bis ich lernte, daß diejenigen für Krieg sind, die selbst nicht hingehen müssen.”

Kurt W. Fleming, Leipzig
14.5.2010

In der SPD wäre Platz für sie!

Wenn dem “Reformflügel” in der Linkspartei der Grundsatzentwurf zu “neokommunistisch” ist, warum gehen diese “Reformisten” nicht in die SPD, deren Politikverständnis das dem FDS am nächsten zu kommen scheint?!

Bei aller Liebe zum Pluralismus, den die Partei Die Linke. braucht wie die Luft zum Atmen, so ist doch nach meinem Verständnis Die Linke. keine Partei, die den Kapitalismus “erträglicher” machen soll. Das scheint die Intention der “Reformisten” zu sein.

Aber eine zweite SPD ist so überflüssig wie ein Kropf.
Und radikal im Marxschen Sinne zu sein hat noch keiner linken Partei geschadet.
Was “Realos” resp. “Reformisten” tatsächlich zustande bringen, zeigt der gegenwärtige Zustand der Grünen, die als Tiger antraten, und als Bettvorleger geendet sind.

Also “Reformisten” aller Linken, vereinigt euch in der Sozialdemokratie.

Kurt W. Fleming, Leipzig

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