In der SPD wäre Platz für sie!
Wenn dem “Reformflügel” in der Linkspartei der Grundsatzentwurf zu “neokommunistisch” ist, warum gehen diese “Reformisten” nicht in die SPD, deren Politikverständnis das dem FDS am nächsten zu kommen scheint?!
Bei aller Liebe zum Pluralismus, den die Partei Die Linke. braucht wie die Luft zum Atmen, so ist doch nach meinem Verständnis Die Linke. keine Partei, die den Kapitalismus “erträglicher” machen soll. Das scheint die Intention der “Reformisten” zu sein.
Aber eine zweite SPD ist so überflüssig wie ein Kropf.
Und radikal im Marxschen Sinne zu sein hat noch keiner linken Partei geschadet.
Was “Realos” resp. “Reformisten” tatsächlich zustande bringen, zeigt der gegenwärtige Zustand der Grünen, die als Tiger antraten, und als Bettvorleger geendet sind.
Also “Reformisten” aller Linken, vereinigt euch in der Sozialdemokratie.
Kurt W. Fleming, Leipzig


Zwar muß auch eine linke Partei dafür sorgen, daß die Bedürfnisse der Menschen auch und gerade jetzt gesehen und so weit als möglich befriedigt werden müssen.
Man kann die Menschen nicht auf eine spätere schöne Zukunft vertrösten, die vielleicht nicht einmal deren Kinder oder Kindeskinder erleben werden. Höchsten die Kinder der Kinder der Kinder.
Aber dennoch muß eine linke Partei den Spagat erbringen:
einerseits jetzt so viel als möglich die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern;
andererseits aber den Menschen klar machen, daß der Kapitalismus nicht in dem Sinne reformierbar ist, als könne man in ihm seine Gebrechen überwinden. Denn die erkämpften Fortschritte werden vom kapitalistischen System immer wieder in Frage gestellt und zurückzudrängen versucht.
Der Kapitalismus kann nicht über seinen Schatten springen. Da gleicht er dem Skorpion in folgender Fabel:
Ein Skorpion trifft an einem Ufer auf einen Frosch und fragt:
„Kannst du mich bitte auf deinem Rücken über den Fluß tragen? Ich kann – wie du sicher weißt – nicht schwimmen.“
Der Frosch hat zunächst noch Angst vor dem giftigen Skorpion und antwortet:
„Nein, das werde ich nicht tun. Ich befürchte, daß du mich mitten auf dem Fluß mit deinem giftigen Stachel stichst und wir anschließend beide ertrinken.“
Der Skorpion erwidert:
„Aber, lieber Frosch, das wäre doch nicht vernünftig. Wir würden beide ertrinken, wenn ich dich auf dem Fluß stechen würde.“
Die Antwort überzeugt den Frosch. Als der Frosch mit dem Skorpion auf dem Rücken in der Mitte des Flusses angekommen ist, sticht der Skorpion plötzlich und überraschend den Frosch in den Rücken. Im Sterben fragt der Frosch noch den Skorpion:
„Warum hast du das getan? Du wirst auch ertrinken!“
Und der Skorpion antwortet:
„Lieber Frosch, ich bin ein Skorpion. Es ist mein Charakter, der mich dazu antrieb, dich zu stechen. Das hat nichts mit Vernunft zu tun.“
Letztendlich müssen wir den Kapitalismus überwinden.