Seit es Herrschaft gibt, gibt es die Erkenntnis, die Menschen zu teilen und diese geteilten Menschengruppen gegeneinander aufzuhetzen, aufzuwiegeln, auszuspielen. Dieses perfide Spiel funktioniert so gut, daß selbst Betroffene unbeabsichtigt dieses Spiel mitmachen und sich als leichte Beute nadelgestreifter “Nazis”, die in manchen Medienapparaten und bürgerlichen Parteien sitzen (sogar in ehemaligen Arbeiterparteien: SPD –> Sarrazin), erweisen.

Man muß nicht mal mehr an die “Dekadenz”-Debatte eines armleuchtenden Außenministers erinnern, der zum Nachdenken sein Gehirn nicht benötigt, sondern dies eher mit dem Ausgangsbereich seines Darmtracks tut.

Neuere Untersuchungen haben ergeben, daß es mitnichten so ist, wonach besonders die hart gestraften Hartz-4-Empfänger es sich in einer sozialen Hängematte gemütlich gemacht hätten. Die Kritiker dieser sog. “Sozial-Schmarotzer” (in der Erfindung perfider Begrifflichkeiten sind die nadelgestreiften “Nazis” besonders “schlau”) sollten, und sei es nur für ein viertel oder halbes Jahr als Hartz-4-Empfänger leben, um zu begreifen, daß ihre “Argumente” gegen diese Menschen zutiefst menschenverachtend sind.

Besonders die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat herausgefunden, daß mehr als die Hälfte der Hartz-4-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren mindestens pro Woche einer Tätigkeit nachgehen, die das Institut als nützlich hervorhebt.

Solcherart nützliche Arbeit ist die Erziehung von Kindern unter sieben Jahren, die Pflege von Angehörigen usw.. Und selbst bei solcher Arbeit, würden sie diese denn bezahlt bekommen, reicht weder vorn noch hinten, so daß sie ergänzende Finanzen benötigen wie das Arbeitslosengeld II.

Leipzig, 27. August 2010
Kurt W. Fleming

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