Zum Scheitern der Jamaika-Koalition erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Oskar Lafontaine:

Das Auseinanderbrechen der Jamaika-Koalition bietet die Chance für einen politischen Neuanfang. Es geht jetzt darum, eine stabile Mehrheit für eine Politik zu finden, die die über zehn Jahre andauernde Stagnation der saarländischen Landespolitik überwindet.

Es dürfte der saarländischen SPD als Wunschpartnerin der amtierenden Ministerpräsidentin schwerfallen, ihren Wählerinnen und Wählern und ihren Mitgliedern zu vermitteln, dass ausgerechnet mit der abgewirtschafteten CDU ein politischer Neuanfang an der Saar möglich ist.

Die CDU Saar steht für den Niedergang der Landespolitik in den letzten Jahren und das finanzielle Desaster, das die Handlungsfähigkeit des Landes immer weiter begrenzt und seine Existenz bedroht. Das Auseinanderfallen der Saar-FDP ist zwar der äußere Anlass für das Scheitern dieser Koalition, es kann aber nicht davon ablenken, dass die CDU Saar die Hauptverantwortung für die Fehlentwicklungen der letzten Jahre trägt.

Die Saar-Grünen, die durch ungewöhnliche Wahlspenden beeinflusst, die Jamaika-Koalition erst ermöglicht haben, haben ihre Glaubwürdigkeit verloren und sind kläglich gescheitert. In dieser Situation sind Neuwahlen der sauberste Weg, um einen politischen Neuanfang an der Saar zu ermöglichen.

Wie in einer Wissenschaftszeitung kürzlich gemeldet, stießen ein paar Paläontologen bei Ausgrabungen in einem örtlich nicht genannten Schiefergebirge auf sensationelle Abdrücke, die, nach Aussagen des Ausgrabungsleiter Prof. Nicht-Genannt-Werden-Möchte (solch lange Namen müßten verboten werden), wahrscheinlich aus der Zeit des Bismarckschen Sozialistengesetzes stammen sollen.

Der eben genannte Professor hält diese Abdrücke für Überreste einer „SPD-Linken“, also „Linke in der SPD“.

Der Ausgrabungsleiter war selbst überrascht ob dieser Entdeckung. Er will sich jetzt der Aufgabe widmen, das möglicherweise darin befindliche Gen-Material zu extrahieren, um, wie in dem Film „Jurassic-Park“ gezeigt, diese Linke zum Leben zu erwecken.

Für den Fall, daß ihm das gelingt, müßte er den Nobelpreis für die Wiederentdeckung einst linker Positionen in der vormals am Marxismus orientierten SPD bekommen.

Hier wäre die Vergabe des Nobelpreises eher angebracht, als an dem schwarzen Kriegstreiber Obama (wobei hier die Hauptfarbe ebensowenig eine Rolle spielt, wie die zu vernachlässigende Tatsache, daß dieses Land einen weiblichen Bundeskanzler hat, von wegen Frauenquote).

Das an der Wissenschaft interessierte Publikum wird sich die Augen reiben, wenn es diese Nachricht liest: „SPD-Linke greifen Steinbrück an“. SPD-Linke, Linke in der SPD?

Ja, gibt es die denn wirklich? Oder hat sich da ein Wissenschaftler nur einen Ulk erlaubt?!

In der Zeitung „junge Welt“ wird ernst-satirisch darüber räsoniert, was es mit der FDP auf sich hat.

Zum Schluß bemüht sich der Autor herauszufinden, was sich tatsächlich hinter diesem Kürzel: F. D. P. zu verbergen scheint. Der Autor liegt falsch wenn er schreibt: „Was heißt FDP? Für Deutliche Peinlichkeit? Fittis, Dämlacks, Pillepallos?“

Irrtum!!! FDP wird übersetzt mit:
„Fast Drei Prozent!!!“ (Dietrich Kittner)
So, jetzt ist es raus! Jetzt weiß es jeder!

Niemand kann mehr sagen: das habe ich nicht gewußt.

PS: Mindestens aber wissen es jetzt alle, die die junge Welt lesen, eine sympathisch „linksextremistische“ Zeitung!
PS 2: „Linksextrem“ ist so zu übersetzen: die junge Welt ist extrem gut, weil sie links ist!
[Dieser Beitrag wurde als Lesebrief an die Online-Zeitung „junge Welt“ geschickt!]

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